1. Errichtung eines Branddienstausbildungszentrums „BrandHÁZ“
 1.1  Planung

 1.2  Errichtung
  1.2.1        Abbruch- und Erdarbeiten
  1.2.2        Rohbau-Errichtung
  1.2.3        Dach-, Fenster-, Fassade-, Trockenbau- und Estrichherstellung
  1.2.4        Bodenleger-, Tischler-, Spengler-, Schlosser- und Installationsarbeiten

 1.3  Einrichtung / Fertigstellung
  1.3.1        Brandtechnik-Ausstattung
  1.3.2        Heizung-, Klima-, Lüftungs- sowie Elektrikerarbeiten

2. Gemeinsame Ausbildung
 2.1 Herstellung von zweisprachigen Unterrichtsmaterialien samt Film

 2.2 Gemeinsame Übungstätigkeit

3. Öffentlichkeitsarbeit
 3.1 Zwei Projektkonferenzen

 3.2 Projektbroschüre / Website

4. Projektmanagement
 4.1 Projektadministration

 4.2 Projektmeetings

 

Zu 1.

Im gegenständlichen Projekt geht es um die Planung und Errichtung eines Branddienstausbildungszentrums „BrandHÁZ“ an der Landesfeuerwehrschule Burgenland im Rahmen eines AT-HU-Projektes.

Das neue Branddienstausbildungszentrum „BrandHÁZ“ besteht aus zwei Objekten: dem eigentlichen „Brandhaus“ und dem „Servicegebäude“.

Brandübungshaus:

Das geplante Brandübungshaus soll ent­sprechende Übungen gemäß den aktuellen Entwicklungen im Bauwesen bzw. Brandeinsatz ermöglichen. In Brandsimulationsanlagen sollen auszubildende Feuerwehrmitglieder das erste mal mit realistischen Brandszenarien und Brandtemperaturen in Berührung kommen. Ebenfalls sollen sie dem Training erfahrener Atemschutzkräfte dienen. Dabei kann es im Zuge der Ausbildung zu gefährlichen Situationen kommen, welche ein schlagartiges Abbrechen des Brandes notwendig machen. Dies ist gegenwärtig nur mit gasbetriebenen Brandsimulationsanlagen möglich.

Das Brandübungshaus soll aus diesem Grund nach der DIN 14097-1 (Brandübungsanlagen) ausgeführt und mit gas­betriebenen Brandsimulationsanlagen nach DIN 14097-2 (Gasbetriebene Darstellungsgeräte) betrieben werden, welche auch im Sinne eines optimierten Umweltschutzkonzeptes nur genau jene Brennstoffmenge sowie harmlosen Theaterrauch umsetzen, die zur Simulation des jeweiligen Ereignisses benötigt werden. Die dabei entstehende Schadstoffmenge ist geringer als beim Heizen eines Einfamilienhauses und es entstehen keine umweltgefährlichen Rückstands­produkte. Die Sicherheit der Übenden sowie ihrer Ausrüstung ist bei Einhaltung dieser Normen weitestgehend sichergestellt. Auch ist die im Lehrgangsbetrieb notwendige laufende Reproduzierbarkeit von Einsatz-Szenarien einfach möglich.

Raumkonzept:

Das Brandübungshaus soll am hangseitigen Rand des bestehenden großen Übungsareals der Landesfeuerwehrschule Burgenland situiert werden. Um die vorhandenen Flächen ideal zu nutzen wird die ebene Fläche um etwa 10 Meter hin zum Hang erweitert. Der Böschungsdruck wird mit einer Stützmauer sowie dem Brandübungshaus mit Servicezentrum aufgefangen.

Es soll ein Stahlbetongebäude mit Keller, Erdgeschoss, 1. und 2.Stockwerk und halb­seitig ausgebautem Dachgeschoss errichtet werden. Ein zentraler Installationsschacht soll die Installation der Brandstellentechnik sicherstellen. Ein zentrales Sicherheitsstiegenhaus soll die vertikale Erschließung und die Sicherheit für die Übungskräfte gewährleisten. Außenliegende Stahlbalkone und Stahlstiegen sollen zusätzlich die jederzeitige Überwachung durch Ausbilder, die bei Übungen der Festigungs- und Anwendungsstufe nicht mit den Übenden in den Brandraum vorgehen, gewährleisten.

Wärmebildkameras in den Brandräumen zeigen die Situation in der Steuerzentrale und bei den Rettungstüren an und ermöglichen Ausbilderanweisungen zum richtigen Vorgehen sowie das Eingreifen im Notfall.

Notaus-Taster bei allen Türen sollen sicherheitstechnische Ansteuerungen wie Gas-Aus, Beleuchtung, Notentrauchung usw. durchführen.

Brandstellen:

  • - Autobrand im Keller
  • - Gasflaschenbrand im Keller
  • - Gaszählerbrand im Keller
  • - Verkaufspultbrand in einem Verkaufsraum im Erdgeschoss
  • - Zählerkastenbrand in einem Abstellraum im Erdgeschoss
  • - Küchenbrand (Fritter, Dunstabzug, Boden) in einer Küche im Erdgeschoss
  • - Flash Over in einem geeigneten Raum mit Elektrischer Heißtüre im 1.Stockwerk
  • - Bettbrand in Schlafzimmer im 1.Stockwerk
  • - Zwischendeckenbrand im 2.Stockwerk
  • - Industriebrandstelle mit Gasflanschbrand auf Loggia im 2.Stockwerk

 

Zu 2.

Herstellung gemeinsamer Ausbildungsmaterialien

Planung von gemeinsamen Ausbildungsschritten mit Durchführung der erarbeiteten Übungen. Erarbeitung eines Vertrages mit den Konditionen und Rahmenbedingungen für die künftige Nutzung des BrandHAZ nach Beendigung dieses Projektes.

Zu 3.

Planung und Fertigstellung der Projekt-Website sowie von 1000 Projektbroschüren.

Organisation der Presseaktivitäten sowie der      Eröffnungskonferenz in Sopron, der Fachkonferenz (Gebäudepräsentation) in Eisenstadt und der Abschlusskonferenz in Sopron.

Zu 4.

Fachmännische Projektführung, Koordination Vertragsabschluss, Finanzmanagement, Fortschrittsberichte, Projektabschluss