Projektbezeichnung:
Errichtung eines zweisprachigen Branddienstausbildungszentrums für die grenzüberschreitende Feuerwehrausbildung.

Akronym:
BrandHÁZ

Projektbudget:
€ 2.766.668,--

85% dieser Kosten werden durch das EU-Programm "Creating the future" des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.
Der Rest wird von den Projektpartnern Landesfeuerwehrverband Burgenland und Berufsfeuerwehr Sopron mit Untertsützung des Landes Burgenland und der Stadt Sopron aufgebracht.

Projektbeschreibung:
Ausgangslage

Die Republik Österreich und die Republik Ungarn haben eine fast 400 km lange gemeinsame Grenze, an der das Bundesland Burgenland sowie die Komitate Györ-Moson-Sopron und Vas liegen. Durch die Entwicklungen in der EU ist diese Region von einem Randbereich zu einem zentralen Gebiet geworden.

Die Zahl der Einsätze hat sich in den letzten 30 Jahren diesseits und jenseits der Grenze, fast verzehnfacht, wobei auch die Intensität der Brände stark zugenommen hat. Dies sowohl bei Industriebränden (z.B. Mineralöl- und Chemieanlagen) als auch im Straßenverkehr besonders im Bereich der Gefahrguttransporte. Im Bereich der Wald-, Flur- und Schilfbrände sind durch den Klimawandel ebenfalls Anzahl und Intensität der Brände zunehmend und starken Veränderungen unterworfen. Auch bei den Bauobjekten (z.B. bei Hotels, Wohn- und Krankenhäusern usw.) sind durch den intensiven wirtschaftlichen Aufschwung diesseits und jenseits der Grenze völlig neue Risiken (Gebäudehöhen, Brandbelastung, Nutzung, usw.) abzudecken.

Da Elementarereignisse, technische Katastrophen, Brände und Unfälle keine Grenzen kennen, nahmen dies der Landesfeuerwehrverband Burgenland und die Katastrophenschutzdirektion der Komitate Györ-Moson-Sopron bereits vor Jahren zum Anlass für gemeinsame, grenzüberschreitende Ausbildungsaktivitäten. So wurden in den letzten 3 Jahren umfangreiche realitätsnahe Einsatzübungen im Bereich Györ, Sopron, Köszeg, Nickelsdorf, Rechnitz, Eisenstadt, Rust, Mörbisch  und am ungarischen Teil des Neusiedler Sees gemeinsam geplant und durchgeführt. Ebenfalls wurden einige grenzüberschreitende Waldbrandübungen und Gefahrgutübungen veranstaltet. Darüber hinaus wird an der Landesfeuerwehrschule in Eisenstadt seit Jahren die gemeinsame und grenzüberschreitende Ausbildung und praktische Beübung von Atemschutzgeräteträgern in dem im Jahr 1975 errichteten Brandhaus samt begleitenden Übungseinrichtungen durchgeführt. Seit 2007 ist dieses Objekt aus statischen Gründen jedoch nur mehr sehr eingeschränkt benutzbar. Im Jahre 2007 und 2008 wurde in mehreren gemeinsamen Arbeitsgesprächen die Notwendigkeit des Neubaus eines Branddienstausbildungszentrums „BrandHÁZ“ sowie die Organisation der gemeinsamen Nutzung geplant. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass der Ausbau der Landesfeuerwehrschule Burgenland zum„Pannonischen Kompetenz-Zentrum“ in den Jahren 2002 und 2003 als „INTERREG III A AT-HU Projekt“ über das Regionalmanagement Burgenland gefördert und am 30. September 2003 in Eisenstadt eröffnet wurde und wesentlich zur Intensivierung und Verbesserung der grenzüberschreitenden Ausbildung beiträgt.
Dabei stützen sich der Landesfeuerwehrverband Burgenland und der Feuerwehr- und Katastrophenschutzdienst der Komitate Györ-Moson-Sopron  und Vas auf das „Abkommen zwischen der Republik Österreich und der Republik Ungarn über die gegenseitige Hilfeleistung bei Katastrophen oder schweren Unglücksfällen“, auf die „Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei Bränden und Unglücksfällen zwischen der Katastrophenschutzdirektion des Komitates Györ-Moson-Sopron und dem Landesfeuerwehrverband Burgenland“ sowie auf die Zusatzverträge zwischen der Freistadt Eisenstadt (Stadtfeuerwehr) und der Stadt Sopron (bzw. Berufsfeuerwehr Sopron und Györ-Moson-Sopron).

Diese Veränderungen verlangen auch eine neue Qualität der künftigen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Zuge einer qualifizierten Feuerwehrausbildung. Ein Kernstück dieser gemeinsamen Ausbildung ist das geplante, neu zu errichtende Branddienstausbildungszentrum „BrandHÁZ“, bestehend aus Brandübungshaus und Servicegebäude.

Für das gegenständliche Projekt „BrandHÁZ“ ist das Landesfeuerwehrkommando Burgenland Lead-Partner und die Berufsfeuerwehr der Stadt Sopron Project-Partner .